Tourenbericht: Griesmauer und TAC Spitze

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Ich schaue in den Himmel. Ein Flugzeug? Nein, das Donnern kommt vom Wind, der über die Felsen pfeift. Na das kann ja was werden, denke ich und gehe weiter. Ich verlasse den Schutz des Berges und betrete die offene Wiese. Sofort peitsch mir der Wind ins Gesicht und wirft mich beinahe um, ich lehne mich grimmig nach vorne und kämpfe mich Meter für Meter durch den Sturm.

Die Wanderung auf das Hochplateau, von dem aus man die Vordernberger Griesmauer und die TAC Spitze erreicht beginnt gleich an der Busstation „Almhäuser“. Von dort aus wandert man eine gute Stunde durch Wald und Wiese und erreicht schließlich die Leobner Hütte (die im Winter leider geschlossen ist). Es geht noch ein Stück weiter über die Alm, bis man zum Schotterfeld kommt, das zum Hochplateau führt. Eigentlich hätte man hier einen sehr schönen Aufstieg, wenn da nicht die Starkstrommasten wären, die quer durch das Gelände verlaufen und der Landschaft ihren Zauber nehmen.

Mit den Wiesen im Rücken geht es dann einen steilen Weg hinauf. Man steigt neben dem sehr imposanten Gebirgskamm auf und passiert beeindruckende Felsformationen. Nach einer weiteren Stunde ist man auch schon auf dem Hochplateau, von dem aus man entweder zur Griesmauer oder zur TAC Spitze aufsteigen kann. Beide sind über einen kurzen Klettersteig erreichbar.

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Griesmauer und TAC Spitze (Nikon D5500, F8.0, ISO100, 1/8s)

Da ich für den Sonnenuntergang noch viel zu früh dran war, beschloss ich das Gebiet noch etwas zu erkunden und noch ein paar Fotos zu machen. Die alleinstehenden Gipfel eignen sich dafür ganz hervorragend und geben großartige Motive ab. Jedoch wurde der Wind immer stärker und nach einem abermaligen grauen Sonnenuntergang beschloss ich etwas weiter unten nach einem Lagerplatz für die Nacht zu suchen.

Aber auch weiter unten konnte ich keine Stelle mehr finden, die vom heftigen Wind einigermaßen verschont geblieben wäre. Schließlich war es derart unangenehm, dass ich mich dazu entschieden habe, mich lieber auf den Heimweg zu machen.

Auf dem Sattel, den man zurück zur Leobner Hütte überqueren muss, hat der Wind dann seinen Höhepunkt erreicht und ich bin in einen regelrechten Sturm geraten. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten und wurde einige male sogar vom Wind umgeworfen. Bei meinen 80kg plus 10kg Rucksack keine schwache Leistung! Ich musste mich ziemlich in den Wind lehnen um überhaupt vorwärts zu kommen. Ab der Hütte hat der Wind dann zum Glück wieder etwas nachgelassen und ich konnte zumindest ungehindert weitergehen. Das Waldstück, das man durchqueren muss bot jedoch auch noch einige Überraschungen: Viele Äste waren heruntergefallen und einige Bäume sogar ganz entwurzelt.

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TAC Spitze in den letzten Sonnenstrahlen (Nikon D5500, F11.0, ISO100, 1/10s)

Im Endeffekt habe ich es aber wieder heil zum Zug und nach Hause geschafft, was für ein Abenteuer!

Ein kleiner Eindruck im Bewegtbild

Das ist bereits die vierte (!) Tour, die ich ohne Highlight-Foto hinter mich gebracht habe. Grund dafür ist, dass das Wetter miserabel war. Soll heißen, dass zu Sonnenauf- und Sonnenuntergang der Himmel von einer dicken Wolkenschicht bedeckt war und man vergeblich nach der typischen Verfärbung oder interessantem Licht sucht. Es mag bestimmt Menschen geben, die auch unter solchen Umständen gute Fotos machen können, ich gehöre aber definitiv nicht dazu.

Deshalb habe ich von der Tour auch nur Schwarz-Weiß Fotos mit nach Hause nehmen können. Was ja eigentlich nichts Schlechtes ist, jedoch würde ich mir trotzdem mal wieder einen anständigen farbenprächtigen Sonnenuntergang wünschen. Wenn das so weiter geht werde ich noch für meine Schwarz-Weißen Landschaftsfotos bekannt. 😉

Allerdings habe ich während dieser Tour erstmal versucht ein bisschen zu Filmen, jedoch mit mäßigem Erfolg. Ich habe leider gar keine Erfahrung im Filmen und mir fehlt auch die nötige Ausrüstung beziehungsweise Software um wirklich gute Aufnahmen zu erstellen. Ich wollte euch aber trotzdem mal einen kleinen Einblick geben, wie es so bei mir auf Tour ausschaut (das Video ist auch nur recht kurz).


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