Dolomiten

Es ist dunkel, hie und da sieht man den Strahl einer Taschenlampe in der Finsternis. Doch mein Blick ist an den Horizont gebannt. Ich sitze am Eingang einer der vielen Höhlen, die es in den Dolomiten gibt. Mein Schlafsack ist bereits für die Nacht hergerichtet, doch noch traue ich mich nicht schlafen zu gehen. Der Wetterbericht hat eine trockene Nacht versprochen, doch keine 30km wird der Himmel wieder und wieder von Blitzen zerrissen. 

Anschließend an meinen Urlaub in Osttirol habe ich die Gelegenheit genutzt und bin weitergefahren nach Südtirol. Die Dolomiten haben mich seit meinem letzten Besuch nicht mehr losgelassen und so habe ich viert Tage inmitten dieser eindrucksvollen Berge verbracht.
Obwohl die Hütten in der Region in den Sommermonaten geöffnet sind, habe ich mich trotzdem dazu entschlossen im Freien zu übernachten, einfach um dem Touristenstrom, den man in diesem Gebiet hat zu entgehen. Mit dem Wetter hatte ich dabei großes Glück, da es zwar einige male geregnet hat, die Nächte aber immer trocken geblieben sind.

Abstakt (web).jpg
Surreale Landschaften (82mm bei F9.0 und 1/8s, ISO31)

Natürlich standen die drei Zinnen wieder auf meiner Liste mit Fotospots, die ich abhacken wollte. Aber sonst habe ich dieses mal die Gelegenheit genutzt die Umgebung noch weiter zu erkunden. Und so hat mich mein Weg auch an den Fuß des Zwölfers geführt, der einen fast noch beeindruckenderen Anblick bietet, als die drei Zinnen.

Zwölfer (web)
Zwölfer (75mm bei F11.0 und 1/50s, ISO31)

Wer kein Problem mit Höhen hat, sollte auch auf jeden Fall ein kleines Stück den dortigen Klettersteig gehen, denn von dort hat man eine wirklich einzigartige Aussicht. Außerdem ist es dort erfrischend menschenleer (im Vergleich zu den übrigen Wegen), sodass man das Panorama ganz für sich genießen kann.

Lichtspiel am Paternkofel (web).jpg

Lichtspiel am Paternkofel (48mm bei F11.0 und 1/80s, ISO31)

Alles in allem sind die Dolomiten immer einen Besuch wert, denn die Landschaften dort haben eine Einzigartigkeit an der ich mich nicht satt sehen kann.

 

Gute Fotos und schlechte Fotos

Ich sitze vor meinem Computer und schau die Bilder der letzten Tage durch, markiere die, die mir gefallen und suche die aus, die ich auch bearbeiten und veröffentlichen möchte. Ich bin niemand der viele Fotos macht. Knapp 6000 waren es bis jetzt dieses Jahr. Ich kenne Fotografen, die machen so viele Fotos an einem Tag. Trotzdem, von den 317 Fotos, die ich in den Dolomiten gemacht habe bleiben 2 über, die mir wirklich gut gefallen. Werde ich schlechter im Fotografieren, oder wählerischer beim Aussuchen?

Ich fotografiere jetzt vielleicht eineinhalb Jahre und mit zunehmender Erfahrung muss ich sagen, dass ich weniger gute Fotos mache. Wobei „gut“ hier einfach heißt, dass sie mir wirklich gefallen.
Am Anfang ist es einfach ein gutes Foto zu machen. Man ist schnell begeistert von den Dingen, die man gerade neu entdeckt und die noch unbekannt sind. Und so freut man sich bei einem Trip mit vielen guten Fotos nach Hause gehen zu können.
Doch natürlich entwickelt sich das Gespür dafür weiter was „gut“ ist und der persönliche Stil verändert sich mit der Zeit. War ich beim ersten Mal, wo es mir gelungen ist, die ersten Sonnenstrahlen auf einem Berggipfel einzufangen noch sehr euphorisch und war durch und durch von diesem Foto alleine wegen dieser Tatsache überzeugt, so braucht es heute wesentlich mehr, damit ich es auch als gutes Foto ansehe.

Mondlicht (web)
Mondlicht (48mm bei F9.0 und 30s, ISO31)

Natürlich ist das etwas Positives, denn man beginnt sein Tun auch wirklich zu verstehen und kann sich auf die Bildgestaltung konzentrieren, ohne von der anfänglichen Euphorie abgelenkt zu werden. Aber man muss auch akzeptieren, dass dadurch weniger gute Fotos entstehen, mit denen man vollauf zufrieden ist. Denn wenn man Komposition, Licht und Nachbearbeitung mit einem kritischen Auge betrachtet wird ein gutes Foto vom Regelfall zur Ausnahme.

Abendsonne auf den drei Zinnen (web)
Abendsonne auf den drei Zinnen (20mm bei F13.0 und 1/8s, ISO31)

9 Gedanken zu “Dolomiten

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